Bereiche, Energiezonen und Aufbau einer Welle

Surfer beschreiben eine Welle vielleicht als episch, perfekt oder auch als mushy. Sie fasziniert durch ihre Schönheit und vor allem durch die Bedeutung für uns Surfer. Wahrscheinlich ist es unmöglich, eine Welle akkurat zu beschreiben, da sie nichts anderes ist, als eine sich ständig in ihrer Form wandelnde Energie. Dennoch versuchen wir es und unterteilen die Welle in verschiedene Bereiche. Denn um richtig gut zu surfen, solltest du den Aufbau einer Welle verstehen. Darum hier:

Die wichtigsten Bereiche einer Welle im Überblick

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1. Barrel/Tube

Das Barrel ist der Traum eines jeden Surfer, das ultimative Surfmanöver. Es ist der Bereich, tief im Herzen einer hohl brechenden Welle. Es formt sich, wenn die Lip (5) sich über das Flat (7) wirft.

2. Curl/Pocket

Manchmal wird die Curl auch als Synonym für Lip (5) verwendet. Präziser ist es aber, die Curl separat zu betrachten, nämlich als bewegliche Kante der brechenden Welle. Als den steilsten und hohlsten Teil der Welle, wo sie die meiste Energie hat. Wenn die Welle bricht, erfährt sie eine Aufwärtsbewegung in der Curl, welche dir als Surfer hilft, das Face (3) hoch zu fahren.

3. Face

Dieser Bereich ist die mittlere Energiezone der Welle und weniger steil als die Curl (2). Es ist die offene Wasserfläche, bei der das Wasser steht und noch nicht nach vorn gebrochen ist. Beim Surfen nutzt du diesen Bereich um das Board zu stabilisieren, büßt dafür aber auch an Geschwindigkeit ein.

4. Shoulder

Die Schulter ist der nur leicht abfallender Bereich, somit eine schwache Energiezone und am weitesten von der Curl (2) entfernt. Verweilst du zu lang auf der Schulter, verlierst du an Geschwindigkeit.

5. Lip

Als Lip wird die höchste Kante der brechenden Welle bezeichnet. Sie befindet sich über der Curl (2).Wenn die Wellenenergie auf den flacheren Meeresgrund trifft, wird der obere Bereich schneller, als der untere. Die Lip neigt sich und die Welle bricht. Auch hier hat die Welle eine starke, aber instabile Energie.

6. Peak

Den höchsten Punkt der Welle nennt man Peak. Das ist auch der erste Teil der Welle, der bricht.

7. Flats/Trough

Der Bereich vor der Welle, bzw. der Fuß der Welle heißt Flats oder Trough. In diesem Bereich hat die Welle den geringsten Abstand zum Meeresboden. Sie ist nicht steil und es gibt viel Reibung. Dein Board verliert in dieser Zone schnell an Geschwindigkeit.

8. Impact Zone

Die Impact Zone ist der Bereich, wo die Lip (5) auf die Flats (7) trifft. Vermeide diese Zone sowohl beim Surfen, als auch beim Paddeln. Die Welle entlädt hier ihre ganze Kraft, was mitunter ganz schön gefährlich werden kann.

9. Foam/ White water

Schaum oder Weißwasser entsteht, wenn die Welle bereits gebrochen ist. Hier gibt es viele Turbulenzen, die schwer zu kontrollieren sind.

10. Roll

Unter Wasser macht die Welle eine kreisförmige Bewegung, mit der du beim Duck Dive unmittelbar in Berührung kommst.

Die Anatomie einer Welle

Die verschiedenen Bereiche einer Welle zu kennen und zu verstehen, hilft dir, besser zu Surfen. Denn du kannst die verschiedenen Energiezonen besser für dich nutzen. Als Tipp empfehlen wir dir, dir einfach mal eine Taucherbrille zu schnappen und die Zonen der Welle schwimmend zu erkunden und die Energien bewusst zu spüren.

 

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