Surf Fitnesstraining – Was es wirklich bringt und wie du trainieren solltest

„Surf Fitnesstraining bringt nichts, nur durch Surfen selbst wird man besser.“ So oder so ähnlich bekommen wir das immer wieder zu hören. Und grundsätzlich stimmen wir dem sogar zu… Genau, jetzt kommt das große ABER! Wir müssen hier nämlich differenzieren. In diesem Artikel verraten wir dir, warum ein Training an Land dir doch helfen kann, besser zu surfen. Wir erklären, was Surf Fitnesstraining überhaupt ist, wo es an seine Grenzen stößt und helfen dir zu erkennen, dass die meisten angebotenen Surf Fitness-Angebote einen völlig falschen Ansatz verfolgen.

Was ist Surf Fitnesstraining…nicht?

Vielleicht hast du in den Sozialen Medien, in Surf Magazinen oder auf zahlreichen Blogs schon eine Idee davon bekommen, was Surf Fitness sein soll.

Surf Fitnesstraining besteht nicht aus Suf Yoga und Balancetraining

 

Es gibt abgefahrene Balancegeräte, auf denen man Übungen absolvieren soll. Yoga, extra für Surfer. Oder spezielle Workouts, die genau die beim Surfen benötigten Muskeln abzielen. Die Liste ließe sich endlos weiter führen. Solche Workouts haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, als Fitness für Surfer jedoch, sind sie nur mäßig geeignet. Am besten vergisst du erst mal alles, was du über Surf Fitness weißt.

Und was ist jetzt Surf Fitnesstraining?

Surfen ist anstrengend, fordernd und komplex. Er stellt hohe Ansprüche an den Körper und erfordert die Fähigkeit, die Bewegungsabläufe dieser Sportart korrekt, effektiv und dynamisch auszuführen.

Schau dir diese oder ähnliche Bilder von Surfern an. Achte mal nicht auf die Wellen oder Manöver, sondern schau dir an, welche Positionen die Surfer mit ihrem Körper einnehmen. Und nun die Preisfrage: Bist du körperlich in der Lage, dich dynamisch und schmerzfrei in diese Position zu bewegen und daraus effektiv zu agieren? Die meisten von uns müssen diese Frage ehrlicherweise mit einem „Nein“ beantworten. Das stundenlange Sitzen vor dem PC, mangelnde Bewegung im Alltag, falsche Ernährung – das moderne Leben fordert seinen Tribut.

Genau hier setzt Surf-Fitness-Training an. Nicht bei Balancetraining im Yoga oder auf Fancy-Geräten, nicht beim Krafttraining der beim Surfen benötigten Muskeln, sondern bei den Basics.

Das surfspezifische Training hilft dir, dich gut zu bewegen. Und zwar in einer Weise, die es das Surfen erfordert. Das Ziel dabei ist immer, dass dein Körper dich beim Surfen nicht einschränkt. Und dass er in der Lage ist, die Bewegungen korrekt und schmerzfrei durchzuführen.

Was trainiert man beim Surf Fitnesstraining?

Wenn du ein besserer Surfer werden willst, musst du die Fähigkeiten erwerben, die es dir ermöglichen, besser zu Surfen. Für den menschlichen Körper gibt es verschiedene Bewegungsmuster. Surfen erfordert sechs von ihnen: Squat, Lunge, Bend, Twist, Push und Pull. Alles, was du auf dem Surfbrett vollziehst, lässt sich auf diese 6 Bewegungsmuster herunter brechen. Deswegen geht es beim Surf Fitnesstraining zu allererst darum, die erforderlichen Bewegungsmuster korrekt zu erlernen. 

Surf Fitnesstraining zwei Girls machen Push Ups

Denn: Wie willst du einen schnellen und sicheren Take Off durchführen, wenn du aufgrund mangelnder Beweglichkeit in der Hüfte keinen Deadlift sauber ausführen kannst? Wie willst du kraftvoll Duckdiven, wenn du keine Kraft für einen korrekt ausgeführten Push Up hast?

Wenn du die Grundtechniken beherrschst, kann das Training gesteigert und dynamischer werden. Das heißt, im nächsten Schritt geht es darum, deine physische Qualität durch Stärke, Kraft und Ausdauer zu steigern. Die Bewegungen werden komplexer und nähern sich mehr und mehr den Bewegungsabläufen beim Surfen an.

Du siehst also: Trainings auf Fancy-Balancegeräten, Übungen, bei dem man auf dem Swissball steht oder sonst welche abgefahrenen Trainingstechniken, die als Surf Fitnesstraining bezeichnet werden, bringen nichts, solange du die Basics nicht korrekt ausführen kannst und nicht an deiner Performance gearbeitet hast.

Wo stößt Surf Fitnesstraining an seine Grenzen?

Was du an Land trainierst, ist die Kapazität, die Fähigkeit deines Körpers. Du lernst außerdem Bewusstsein und Achtsamkeit für deinen Körper und seine Bewegungen. Du wirst generell stärker und ausdauernder. Aber, alles, was du an Land tust, wird deine Surf-Technik nicht direkt beeinflussen.

Surf macht Manöver, er hat Surf Fitnesstraning gemacht

Die eigentliche Fähigkeit, deine Surfskills, kannst du, wie es der eingangs erwähnte Satz besagt, nur beim Surfen selbst trainieren. Dabei helfen dir dein Surfcoach, Videoanalysen und Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.

Surf Fitnesstraining hilft, besser zu Surfen!

Training, egal für welche Sportart, ist immer stufenweise anzusetzen. Zunächst geht es immer darum, die primären Bewegungsmuster, die in dieser Sportart erforderlich sind, zu meistern. Mit dieser Voraussetzung erfolgt im nächsten Schritt das Training der Performance. Hier geht es darum, die sportartspezifischen Bio-motorischen Fähigkeiten zu trainieren. Und zwar mit Fokus auf die individuellen Schwachstellen. On top geht es dann um die Skills. Diese kannst du tatsächlich nur auf dem Wasser, beim Surfen selbst, trainieren. Alles andere ist an Land nicht nur möglich, sondern notwendig, um lange und schmerzfrei zu Surfen.

Hilft dir dein Training, besser zu surfen?

Es gibt nur einen Grund, warum ein Athlet trainiert: Um besser in seinem Sport werden. Nicht aber, um besser im Training zu werden. Frag dich also immer: Macht dein Training dich besser in deiner Sportart? Hilft dir dein Training, besser zu surfen?

Schreib gerne in die Kommentare und lass uns wissen, wie du dich für das Surfen fit hältst. Wenn du Unterstützung bei deinem Surf Fitnesstraining brauchst, kontaktiere uns, wir helfen gerne weiter.

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